Mit den ersten drei Arbeitswochen des Deersheimer Dorfladens sind die Verantwortlichen der örtlichen Genossenschaft sehr zufrieden, berichtete Vorstandsmitglied Elke Selke. Zumal sie bei ihrem bundesweiten Leuchtturmprojekt auch Unterstützung von der örtlichen Wirtschaft erhalten.

So bekamen sie am Freitag einen gebrauchten Kleintransporter ausgeliefert. Gekauft im Autohaus Osterwieck, dort generalüberholt und mit frischem TÜV versehen. Geschäftsführer Torsten Wode legte noch 500 Kilogramm Erdgas als Kraftstoff oben drauf, was für rund 10 000 Kilometer reichen könnte. Und das Osterwiecker Energieberatungszentrum sponserte die künstlerische Gestaltung der Karosserie mit Deersheimer Motiven, die von einem Grafiker entworfen wurde.

Transporter notwendig

Dass für den Dorfladenbetrieb ein Transporter notwendig sein wird, hatte sich erst vor der Eröffnung herauskristallisiert. „Wir sind ja nur Laien“, sagte Vorstandskollegin Karola Eichloff. So müssen die Bäckereiwaren morgens aus Aderstedt abgeholt werden, zur Fleischerei ist zu fahren. Bisher übernahmen das Ehrenamtliche aus der Genossenschaft mit ihren eigenen Autos. So wie es auch Freiwillige sind, die den Brötchenverkauf am Sonntag absichern.

Noch ist der Dorfladen bei seinen Geschäftskontakten im Aufbau. Das Sortiment an Obst und Gemüse soll noch ausgeweitet werden, berichtete Elke Selke. „Wir setzen auf regionale Produkte.“ Diese sollen von Bauern aus der Umgebung kommen, wofür auch das Fahrzeug benötigt wird.

Mit dem Kleintransporter sehen die Genossenschafter künftig auch Möglichkeiten, Leuten, die ans Haus gebunden sind, die Ware nach Hause zu bringen, vielleicht auch nach Berßel und Hessen.